Raupenbuch

Schon seit ihrer Kindheit hatte sich Maria Sibylla Merian für naturkundliche Themen interessiert. Besonders Insekten und deren Verwandlungen faszinierten sie. Gerade in ihrer Nürnberger Zeit (nach 1668) fängt sie an, den Verwandlungsprozeß systematisch zu erforschen und hält die Ergebnisse in Zeichnungen und Aquarellen fest. Im Jahr 1679 veröffentlicht sie den ersten Teil des "Raupenbuches" (50 Tafeln), dem 1683 ein zweiter Teil folgt (50 Tafeln; die zweite Ausgabe der beiden Teile erscheint 1712). Schließlich publizierte ihre jüngere Tochter Dorothea Maria kurz nach dem Tod der Mutter im Jahr 1717 den dritten und letzten Teil des "Raupenbuches" (50 Tafeln; bis 1771 erscheinen die Tafeln des "Raupenbuches" noch in drei weiteren Ausgaben). Das "Raupenbuch" gilt als das erste Werk, in dem die Verwandlung der Insekten in Zusammenschau mit den jeweiligen Wirtspflanzen gezeigt wurde. Maria Sibylla Merian ist damit eine Mitbegründerin der modernen wissenschaftlichen Insektenkunde und es gibt wohl niemanden, der das in solcher Schönheit gezeigt hat.





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